schwimmen / jugendkriminalität

schwimmen eignet sich ja hervorragend zum grübeln; im sommer als ich so ziemlich immer /quasi priveligiert/ meine 50m bahn für mich hatte, führte das zu so manchem unangenehmen gedanken; und zum teil dauerte es die gesamte einheit, um in den flow zu kommen, beziehungsweise das kopfkino wegzukraulen;-/

seitdem ich jedoch unter die winterschwimmer gegangen bin, gestaltet sich das gänzlich anders. fast mit dem ersten zug stellen sich positive bilder ein, die über die komplette distanz bleiben, und am ende ist da konstant diese extreme gelassenheit (besser als jede droge, die ich bisher gefunden habe).

heute etwa waren die bedingungen, gemessen an denen des sommers, scheinbar suboptimal; lediglich eine 25m bahn mit 4-5 schwimmenden unterschiedlichster geschwindigkeit und dazu ständig querschwimmende kinder von der seite; aber die weissglut, die mir so was im sommer gemacht hätte, bleibt völlig aus, ja kehrt sich gar ins gegenteil.

vielleicht liegts an meiner langen abstinenz und daran, dass ich wirklich mit wenig zufrieden bin; vielleicht ist da aber auch mehr dran. heute gefiel es mir nämlich so manches mal, mich auf die jeweils neu entstehende situation mit ihren erfordernissen einzustellen. was dabei entsteht ist tatsächlich variation und zwar nicht von der geplanten art, sondern eben spontane, weil häufige/zwangsläufige; und typen wie ich, die unter königlichen bedingungen auch mal zur monotonie neigen, bekommt das anscheinend sehr gut; erstaunlich, durchweg spass, so dass ich kaum aufhören wollte, und am ende hatte ich die bahn sogar für mich, aber eben auf diese andere art.

mit der grandiosen erkenntnis plus der post-swim-gelassenheit erschien es mir darauf fast lappalienhaft, feststellen zu müssen, dass mein spint aufgebrochen und mein handy + mein haus- und autoschlüssel geklaut waren.

wieder was gelernt…

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