gelbes licht

der langweile lichtladen an der brücke war eigentlich gar nicht immer langweilig, ja im grunde war er ursprünglich nichtmal ein lichtladen; und ihr ahnt es schon, an der brücke stand er damals auch noch nicht:-) als ich ihn kennenlernte, an diesem besonderen sommerabend, ganz allein, da wusste ich bereits, dass er mich eine weile begleiten würde; oder wissen ist vielleicht übertrieben, ich hatte so ein gefühl. gelb war sein name und schon bald war er an spannung kaum zu überbieten. natürlich gab s da tische, zum sitzen und billard spielen, jedoch entscheident (für die jahre, die da kamen) war der breite weg zum getränkeausschank und natürlich der bereich vor eben diesem. hier herrschte fluktuation, vermischung, überraschung aber auch so manches unverabredetes treffen mit denjenigen die man zu /diesen/ bestimmten zeiten traf; und schöne meeedels waren immer dabei. ich kannte jeden der drei oder vier besitzer mit vornamen und sie mich, hatte immer einen gewissen einfluss auf die musik, und manchmal wurde ich sogar mit der neuesten scheibe von train train begrüsst:-) gefühlt habe ich an diesem platz plus der dazugehörigen umgebung mehr zeit verbracht als in der schule; und dann war da ja auch noch diese alternative, falls mal abwechslung gebraucht wurde, plus der laden in den man hinterher ging, um dort die nacht zu verbringen (natürlich mit den selben leuten und einigen zusätzlichen:-) das waren gute zeiten, zeiten spontaner regelmässigkeit; man brauchte nicht zu telefonieren (geschweige denn simsen) und trotzdem waren sie da, die leute, die man treffen wollte. dann verging die zeit und selbst der laden ging woanders hin, an die brücke halt, und wurde langweilig; ach ja sein name war dann auch nicht mehr gelb sondern irgendwie von licht durchflutet. an manchen tagen stellt sich für einen moment die spannung von damals wieder ein, das passiert selten, jedoch so häufig, dass noch hoffnung bleibt; daher vielleicht die langeweile.

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