Ein Sinn für das Richtige?

Gestern las ich eine interessante Zeile: /Der menschliche Geist ist unfähig, zu 100% Falsches hervorzubringen/. Mit anderen Worten, niemand bringt es fertig, sich die ganze Zeit zu irren. Auch wenn man bei der Beobachtung des bunten Treibens dann und wann vermuten könnte, dass einige Vertreter der Spezies sich dem Unmöglichen gefährlich nähern, leuchtet doch irgendwie intuitiv ein, dass es sich so verhalten könnte. Besteht also die Möglichkeit, dass an allem, was so gedacht, geäussert und getan wird, etwas Richtiges ist? Ich glaube ja und würde sogar noch einen Schritt weitergehen, indem ich behaupte, dass alles, was von der Masse der MenschenKinderHeinis gewollt wird (und sich daher klasse verkaufen lässt), also TV-Glotzen, Handy-Telefonieren, Drogen-Nehmen, Versicherungen-Abschließen, Autos-Abstottern-Tjunen, Wellness-Buchen, Schönheit-Anbauen-Lassen, Für-Immer-Jugendlich-Sein-Wollen, Schauspieler-Sein, Sex-Für-Geld, Lotto-Spielen und so weiter und so fort, letztlich auf ein Attribut der wirklichen Welt hinweist. Natürlich wird dieses intuitive Erfassen eines richtigen Teils des Ganzen mit allerhand Fehlerhaftem (oder genauer Unterentwickeltem) vermischt, schlecht interpretiert, am falschen Ort vermutet und nochmals und so weiter, jedoch bleibt die zutreffende Intuition (oder eben Teile davon). Vielleicht ist daher wirklich Hopfen und Malz noch nicht verloren, könnte aber schon noch eine Weile dauern, bis das offensichtlich wird und bis dahin wird’s sicher noch ordentlich auf die Fresse geben, weil wer nicht hören will, muss fühlen.

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