Überleben
Neulich kam ich im Redefluss (Grüße an Uwe;-) auf die Idee, dass in der Kleinstadt lediglich eine überschaubare Anzahl von Überlebens-Konzepten existiert; eines davon besteht darin, sich einen sicheren Job zuzulegen und zu hoffen, dass es doch für immer dabei bleiben könne. Ein Partner, der dasselbe tut, komplettiert die Strategie. In dieser konkreten Kleinstadt gibt es so etwas wie ein Bankenviertel, und zur Mittagszeit streifen all die dort beschäftigten Schlipsträger und Hosenanzug-Frauen durch die Fußgängerzone und suchen sich einen Healthy Snack, der nicht belastet. Während sie das tun, wirken sie irgendwie glücklich berauscht, und ich muss dann immer an zwei Sachen denken: Erstens, dass (wie mein Kumpel Heiko, welcher ein schläuer Mensch ist, vermutete) die Ängstlichen sich mit Geld umgeben, da sie Geld mit Sicherheit gleichsetzen. Zweitens, wie ich einst eine Reise-Verkehrs-Fachfrau sagen hörte, sie habe sich für ihren Beruf entschieden, weil Reisen ihre große Leidenschaft sei.