Archiv für June 2006


Die tägliche Überdosis

Dass der Wunsch, mehr zu nehmen als verdient wurde (bzw. so viel zu nehmen wie möglich), tiefer geht als der Verstand, wird besonders deutlich auf der körperlichen Ebene. Dort sind wir leicht austricksbar, was das Experiment der Nahrungsmittel-Industrie an der Bevölkerung zeigt. Der Trick scheint immer der gleiche zu sein: Es wird etwas produziert (hier […]

Geschenkter Gaul

Für viele scheint es eine Last zu sein, die eigene Verantwortung zu tragen, zumindest aber findet sich immer jemand, der spontane Bereitschaft zeigt, seine Verantwortung abzugeben. In dieser Hinsicht besteht daher große Freigiebigkeit.
Meine Theorie ist, dass man langfristig nur seine eigene Verantwortung tragen kann, und dass zusätzliche Verantwortung anderer natürlicherweise zur Last fällt (Ausnahme Kinder). […]

Verdient oder nicht?

Gibt es ein natürliches Optimum für das Verhältnisses zwischen Arbeit und Lohn?
Im Falle von Michael Schumacher, Michael Ballack und vergleichbaren Spitzen-/Verdienern/ wundert man sich über das Maß der materiellen Entlohnung – sagt sich jedoch sogleich selbst-beruhigend, dass es eben Spitzen-Könner sind, und dass der Markt es schließlich hergibt.
Paris Hilton und ihre Freundinnen zeigen es dann […]

Wider die Eitelkeit

Ist es die Macht meiner Gedanken oder kann ich die Zukunft sehen? Jedenfalls hatte ich wenig Zeit, weniger zumindest, als ich gewohnt bin zu haben. Trotzdem konnte ich nicht anders, denn das mit dem Haareschneiden ist bei mir eine impulsive Angelegenheit.
Weil das so ist, habe ich mir vor Äonen /meinen Bruder seinen/ Haupt-Haar-Rasierer geliehen und […]

Grabenkämpfe im Namen der Rechtschaffenheit

Wer einmal zugunsten eines anderen verzichtet, fühlt sich gut; wer es hundert mal in Folge tut, steht kurz vor der Explosion. Es scheint fast, als führe jeder so eine Art Wollen-Sollen-Konto, und wer zu tief ins Soll rutscht, wird abgemahnt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob überhaupt jemand begünstigt wird, wenn der Wunscherfüller /welcher […]

Kapitale Konfusion

Im Durcheinandersein bin ich sehr gut; und wenn ich irgendwann einmal dafür ausgezeichnet werden sollte und eine öffentliche Ansprache halten müsste, wüsste ich genau, wem ich zu danken hätte, und zwar für lebenslange und unentwegte Unterstützung. Jetzt mag der eine oder andere denken, /was bildet der sich ein, das kann ich auch/, aber meist […]