Fließende Konstante
Um mich herum wird das Wort hochgehalten. Wer Worte geschickt aneinanderreiht, gilt als beredsam, wortgewandt, wortgewaltig – allesamt im Positiven mit Kompetenz gleichgesetzt. Was unter den Worten liegt, darf nicht erfragt werden, tut man es doch, erntet man Unverständnis und Spott. Der Verstand macht die Worte und gilt als Maß aller Dinge; nur ist es ein Leichtes, ein und dieselbe Sache so oder so zu besprechen, stets findet man gute Gründe für beide Seiten und bemerkt spätestens dann, dass Worte, wie Wellen, kommen und gehen. Was bleibt?
Jenes, welches unter den Worten liegt; es lässt uns die Worte der einen oder anderen Seite wählen und operiert wohl am effektivsten, wenn es nicht entdeckt ist. Dieses /Etwas/ ist, was man eigentlich will und gestaltet sich, je nach dem Stadium der persönlichen Entwicklung, mehr oder weniger egozentrisch.
Funktioniert das Zusammenspiel zwischen Tiefe und Oberfläche, erreicht man seine Ziele, wird ihrer nach gegebener Zeit überdrüssig und weitet den Blick. Unser Wollen scheint konstant, und mit Glück, fließt es.