Gift für die Nerven

Neulich wieder so einen Bericht fern-gesehen. Boutique-Besitzerin in den Vierzigern mietet sich Personal-Fitness-Trainer zur trendigen Monats-Flatrate (Rundum-Re-Animation, Healthy-Snack-Besorgung, Küsschen-hier-Küsschen-da im All-Inclusive-Package). Nach den Gründen ihrer spezifischen Schwitz-Begleiter-Wahl befragt, antwortet die Erfolgs-Outfit-Fachfrau doch tatsächlich: „Also zunächst mal hat der einen Super-Body, und dann sieht er viel jünger aus als er ist“ – und bringt (ohne Mindest-Peilung) auf den Punkt, was (so steht es zu befürchten) tausende Wellness-Ältere (Gegenteil von Jünger?) als den heiligen Gral des Seins betrachten, aus Rest-Scham aber nicht so direkt rausposaunen. Da kann man bloß hoffen, dass der Hobby-Chirurg mit der nächsten Botox-Dosis auch die Sprachmuskulatur temporär paralysiert (vielleicht setzt sich ja dann das hydraulische Hirn wieder in Bewegung).

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