Bildi
Letztens las ich etwas über die Teletubbies. Unter anderem, dass viele die Sendung kritisieren, weil sie die Sprachentwicklung der Kleinkinder störe, da sie sehr kindliche Sprache verwendet:
Zur Begrüßung wird “Ah-Oh” und zur Verabschiedung “Winke-Winke” gesprochen und viele Sätze sind sehr einfach aufgebaut. Vor allem Eltern und Pädagogen waren vom Konzept nicht überzeugt.
Heute schoss mir dieser Artikel nun plötzlich wieder in den Kopf. Und zwar, als ich beim Mittagessen zufällig einen Blick in die heutige Augabe der “Bild”-Zeitung werfen durfte. Was lese ich da?
- Diesmal KLINSI darfst du wirklich GRINSI!
- Schweini gehabt, Klinsi!
Ich weiß ja nicht, wie’s anderen geht, aber ich fühle mich direkt peinlich berührt, wenn ich solche Babysprachen-Schlagzeilen lese. Was denkt sich der durchschnittliche Bild-Leser wohl, wenn er morgens seine Zeitung aufschlägt und mit einer Sprache begrüßt wird, die nicht einmal über das Niveau eines Kleinkindes hinauskommt? Jetzt mal ganz vom Inhalt der “Nachrichten” abgesehen. Vielen wird’s - wie immer - egal sein. Manche finden es eventuell lustig?! Eher unwahrscheinlich. Ich finde es jedenfalls eigentlich nur ganz, ganz doof. Aber diejenigen, die die “Bild” als wichtigste Informationsquelle in ihrem Alltag ansehen und sogar soweit gehen, alles zu glauben, was drinsteht, haben’s meiner Meinung nach vielleicht auch gar nicht besser verdient.
Zitat aus der “Bild”-Selbstdarstellung:
Europas größte Tageszeitung ist näher dran und schneller dran. Mit einer Fülle an Exklusivmeldungen verschafft BILD den Lesern jeden Tag einen Informationsvorsprung und bestimmt die Themen des Tages - klar, prägnant, mit den besten Fotos und den treffendsten Schlagzeilen.
Dem ist mal wieder nichts hinzuzufügen. Außer ein Link zu www.bildblog.de.