Dinge

“Meine Wünsche sind mir total klar: Topmodel; Geld eben und dann shoppen, Klamotten und so; und mein Freund weiß auch genau, was er will: Superstar sein, mit Plasma-Flatscreen und gepimpter Karre, die der Nachbarschaft unsere Persönlichkeit zeigt.”

Lass mich mal nachzählen. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs. Sechs Wünsche gibt es also insgesamt, plus minus vielleicht nochmal sechs. So scheint es. Alle wünschen sich irgendwie die sechs (plus vielleicht nochmal sechs) gleichen Dinge. Mmh, kommt mir wenig vor. Besonders wo doch die meisten dieser Wünsche aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen - und nicht aus dem Land der unbegrenzten sechs Möglichkeiten. Komisch! Findet ihr nicht? Ich würde meinen, es müsste doch noch mehr Ertrebenswertes geben. Es gibt doch so viele Dinge auf der Welt; und trotzdem gibt es diese sechs (plus sagen wir mal weitere sechs) Favoriten.

Meine Vermutung ist ja, dass alle tatsächlich nur wenig brauchen, aber eben nicht Dinge, sondern eher sowas wie Freiheit, Vertrauen, Liebe und so. Dann ist da diese Gruppe von Leuten, die uns weißzumachen versucht, dass sechs (oder auch zwölf) Dinge dasselbe sind wie Ausdruck, Verbundenheit und Ehrlichkeit (und Freiheit, Vertrauen, Liebe plus eins, zwei oder drei). Ich werd das Gefühl nicht los, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Vielleicht hängt es ja damit zusammen, dass man Freiheit, Vertrauen und Co nicht kaufen (also auch kein Geld damit verdienen) kann. :-)

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